Salut 2020! Eine Reise in die Bretagne.

Es ist Neujahr 2020 als wir von dem sandigen Parkplatz bei Étel in der Südbretagne über den schmalen Pfad Richtung Meer gehen. Oben blicken wir auf einen riesigen Strand, der sich in beide Richtungen im diffusen Licht am Horizont verliert. Der blaue Ozean liegt weit und scheinbar ruhig vor uns und doch tost er hörbar bis zu uns hoch.

Ganz langsam atme ich tief ein und denke für einen kurzen Moment an Nichts, bis ich die anderen Spaziergänger unten am Wasser sehe. Ich schaue zu Bobby und wie ein Automatismus kommen meine mir so vertrauten Ängste hoch: Wird er, wenn wir ihn von der Leine lassen, wild kläffend Kinder erschrecken, andere Hunde penetrant belästigen oder gar am Horizont verschwinden? Gleichzeitig empfinde ich diese Gedanken als lächerlich banal, angesichts des überwältigenden Anblicks der vor mir liegenden Szenerie. Ich atme aus und sage zu Wolfgang: „Wow, was für ein Strand.“ Obwohl bereits zehn Tage Urlaub in der Bretagne hinter uns liegen, komme ich gerade erst an.

„Wenn Sie über Silvester nach Frankreich fahren, dürfen Sie nicht enttäuscht sein, dass es dort kein Feuerwerk gibt.“ Dieser Satz irgendeines Reiseanbieters lies mich nicht mehr los und wir entschlossen uns ganz spontan, die Feiertage in der südlichen Bretagne am Meer zu verbringen. Die Aussicht auf ein entspanntes Silvester mit Hund, ganz ohne Böllerwahnsinn, war sehr verlockend. Kurz vor Weihnachten haben wir dann in dem kleinen Jacht- und Fischereistädtchen La-Trinité-sur-Mer in der Region Morbihan an der Côte des Megalithes unser Ferienhaus bezogen.

Bobby mochte unser bretonisches Ferienhaus sofort.

La Trinité-sur-Mer ist voller urbaner Betriebsamkeit. Die vielen Bistros entlang des riesigen Jachthafens sind gerade zur Mittagszeit gut besucht. Auch auf unserem Lieblingswanderweg in der Bretagne, dem Zöllnerpfad, sind wir hier selten allein unterwegs und mit Hund dadurch stets etwas angespannt. Damit es nicht falsch rüberkommt, es ist weit weg von voll oder gar überfüllt. Aber uns reicht bereits eine Familie mit Kindern, um mit Bobby leicht nervös zu werden. Die Südbretagne ist auf den ersten Blick lieblicher als der raue, einsame Westen, in dessen Landschaft wir uns im letzten Jahr sofort verliebt hatten (hier nachzulesen). Die Gegend rund um den Golfe du Morbihan, einem weitverzweigten Binnenmeer, wirkt fast mediterran. Aber wir wären nicht in der Bretagne, wenn die Küste nicht auch ihr wildes Gesicht zeigen könnte, wie an der Côte Sauvage auf der Halbinsel Quiberon.

Das kleine Meer Morbihan, die wilde Küste auf der Halbinsel Quiberon, Hinkelsteine an der Megalith-Küste und Weltumsegler in La Trinité sur Mer

Auf unseren morgendlichen Gassirunden bestaunten wir immer wieder aufs Neue die vielen Boote im Hafen von La Trinité sur Mer. Trimarane und sogenannte Einhandsegler, mit denen es direkt über den Atlantik nach Amerika oder gleich um die ganze Welt geht, liegen neben Fischkuttern, dessen nächtlicher Fischfang in der Markthalle frisch dargeboten wird. Von unseren Ausflügen in die umliegende Gegend könnte ich gar nicht sagen, was mich bis dahin am meisten beeindruckt hätte, so unterschiedlich und unvergleichbar sind die besuchten Orte. Das Meer ist immer präsent und die Küstenlinie schlängelt sich unendlich weit durch den ruhigen Golfe du Morbihan und um die weit ins Meer ragende Halbinsel Quiberon mit der Côte Sauvage, der „wilden Küste“. Nach Wanderwegen muss man nicht lange suchen, der Zöllnerpfad führt durch jede Bucht und um jedes Cap.

Côte Sauvage (wilde Küste) auf der Halbinsel Quiberon
Mediterraner Flair auf der Île aux Moines im Golfe du Morbihan
Die andere Seite der Île aux Moines: Wanderwege durch die Salzwiesen
Vom Pointe de Kerpenhir am Eingang des Golfe du Morbihan blickt man rüber …
… zum Leuchtturm von Port Navalo.
Hinkelsteine, soviel man will – an der Côte des Megalithes, hier bei Carnac.

Wenn die Zweifel mitreisen, bleibe ich in meiner Welt gefangen

So viel Schönes haben wir bereits gesehen und dennoch begleiten mich Zweifel auf dieser Reise. Und die kamen nicht erst während einem unserer Spaziergänge entlang der Küste auf. Die Gischt peitschte bis auf den Weg. Sonne und Wolken lieferten sich über Stunden einen spektakulären Kampf als wir merkten, dass mit Bobby etwas nicht stimmt. Er versuchte immer wieder vergeblich zu pinkeln. Er war verzweifelt und als ich sah, wie er einen Blutstropfen herauspresste, brach ich innerlich zusammen. Bobby ist in letzter Zeit viel zu kurz gekommen. Muten wir ihm mit unseren Reisen zu viel zu? Hätten wir nicht lieber zu Hause bleiben sollen? In den gewohnten vier Wänden über die Feiertage zur Ruhe kommen? Weihnachten wie immer mit der Familie feiern?

Einen Tag vor Weihnachten suchten wir die Tierklinik auf. Bobby hatte eine Blasenentzündung. Er bekam Medikamente und er sollte sich schonen. Wir nahmen uns das gleiche vor. Bobby schlief viel und erholte sich zusehend. Meine Gedanken kreisten weiter.

gesund schlafen

Die Zeit vor unserer Abreise lies mir kaum eine Atempause. Möglichst viel wollte ich vor dem Urlaub wegarbeiten. Doch es war wie eine Lawine. Je mehr ich strampelte, desto höher schien sie sich über mir aufzutürmen und mir die Luft zum Atmen zu nehmen. Stapelweise Post und Emails schickte ich jeden Tag in die Welt der Ämter und Behörden, um alle Fristen noch einzuhalten. Ein Mehrfaches davon füllte jeden Tag wieder meine Briefkästen. Hinter all diesem Papier stehen Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung, Beeinträchtigung oder einfach Alter oder Schicksal nicht mit der Geschwindigkeit und den Leistungsanforderungen unserer Gesellschaft mithalten können. Diese Menschen vertrete ich in ihren Angelegenheiten. Und ja, es gibt viel Unterstützung in Deutschland für alles Mögliche. Aber manchmal scheint der Mensch, der diese Unterstützung benötigt, im Wahnsinn der Bürokratie verloren zu gehen. Dann fühle ich mich hilflos und ich zweifele an mir selbst, an dem System an sich und an der Menschlichkeit im Allgemeinen. Manchmal würde ich am liebsten alles hinschmeißen und einfach ausbrechen.

Krank zu Hause. Diese Perspektive gefällt Bobby gar nicht.

Vielleicht waren meine Erwartungen an diese Reise zu groß, meine Geduld zu gering, meine Verbissenheit zu giftig. Ich wollte in der Bretagne Arbeit, Stress und Zweifel hinter mir lassen und wieder ein Gefühl dafür kriegen, dass das Leben größer ist als mein kleiner Alltag. Die Perspektive wechseln, raus aus den eigenen vier Wänden, das ist mein altbewährtes Rezept dafür. Aber ich fand diesmal nicht zu der Leichtigkeit, die mich sonst auf Reisen begleitet. Und diese Tatsache ließ mich noch mehr zweifeln. Ich sah um mich herum diese fantastische Landschaft, aber sie schaffte es nicht, mein Herz zu erreichen.

Côte Sauvage auf der Halbinsel Quiberon

Dann wurden Wolfgang und ich krank. Ob es die Thunfischpizza war? Genau 24 Stunden haben wir uns beide durch Fieberträume gequält und uns die Galle aus dem Leib gekotzt. Bobby bewegte sich nicht von unserer Seite. Dann war der Spuk vorbei. Es war der letzte Tag des Jahres, als ich wie jeden Morgen die Fensterbalken unseres Ferienhauses öffnete. Ich konnte nicht, wie sonst bis zum Hafen blicken, denn es war nebelig. Feuchtkalte Luft strömte ins Zimmer, aber ich zögerte noch, es wieder zu schließen. Gerade verabschiedete sich ein Kauz mit einem „Huhu“ von der Nacht. Ganz leise meinte ich das Klappern der Segel und Taue der über tausend Boote, die hier vor unserer Haustür vor Anker liegen, auszumachen. Es war der 31.12.2019 und ich hatte noch keinen einzigen Silvesterböller gehört. Es gibt diese Momente, in denen sich etwas verändert. Ich spürte, das war so einer.

Nach einem unspektakulären und vor allem vollkommen ruhigen Silvester sind wir an diesem Neujahrsmorgen früh unterwegs. Über die großen Sandstrände in Erdeven bei Étel haben wir in unserem Reiseführer (Reise Know-How: Bretagne) in einer Randnotiz gelesen, dass selbst im Juli und August nur wenige Menschen dorthin gehen würden.

Die Dünen von Erdeven – Ein Traum(-strand) mit Hund in der Bretagne

Nun laufen wir Richtung Meer und bald haben wir alle anderen Spaziergänger hinter uns gelassen. Vor uns liegt nur Strand und Ozean. Wir lassen Bobby von der Leine und er rennt nicht sofort los. Er bleibt einfach stehen, um ganz ruhig auf die Wellen und das Meer zu blicken. Die Zeiten scheinen (längst?) vorbei, als er panisch geflüchtet ist, vor dem Sand unter seinen Füßen, vor den Wellen, vor dem Wind, vor uns. Aber meine Ängste halten sich hartnäckig. Ich rufe ihn und er sprintet los, läuft im großen Bogen um mich herum, hüpft über den Strand, spielt mit den Wellen, rennt zwischen Wolfgang und mir hin und her.

Dann bricht die Sonne durch die Wolken. Die Farben verändern sich. Ich kann mich nicht satt sehen am Meer und an Bobby. Das Gehen durch den tiefen Sand ist anstrengend und wir machen eine Pause, legen uns in den Sand, halten das Gesicht in die Sonne. Bobby liegt dicht bei uns und schaut nur ganz kurz auf, als ein anderer Hund an uns vorbei läuft. Ich bin angekommen. Ich habe meine eigene kleine Welt verlassen. Schade, dass nur noch wenige Tage Urlaub vor uns liegen. Aber daran denke ich jetzt nicht. Erst mal sind wir nur hier.

Nun ist das Jahr bereits fast einen Monat alt und wir sind wieder im Alltag gelandet. Von unserer Reise in den Süden der Bretagne habe ich ein Vorhaben für 2020 mitgebracht: Ich möchte mein inneres Gleichgewicht (wieder-) finden. Ich gehe kleinere Schritte, arbeite die anfallenden Aufgaben eine nach der anderen ab und widme mich allem mit mehr Ruhe. (Selbst-) Zweifel lähmen. Ich werde die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft nicht beheben können. Aber ich kann in meinem kleinen Aufgabenbereich Menschen dabei helfen, ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Auch wird kein Einzelner den Klimawandel aufhalten oder Kriege verhindern können. Aber deswegen zu verzweifeln, hilflos auf die Verantwortung anderer verweisen oder gänzlich den Kopf in den Sand stecken, kann nicht der Weg sein. Jeder kann etwas tun. Jeder kann etwas verändern. Jeder kann die Welt ein wenig besser machen. Es lohnt sich bestimmt.

Immer schön im Gleichgewicht bleiben … In diesem Sinne wünsche ich ein glückliches Jahr 2020!

… Wie es weiterging in der Bretagne? Fortsetzung folgt – irgendwann😉

Südbretagne zum Nachreisen und Weiterlesen

Auf der Karte habe ich zur kurzen Orientierung markiert, wo wir waren.

Blogtipp: Sigrid vom Blog aktiv 65 plus hat eine Wohnmobilreise durch die Bretagne gemacht. Ihre Begeisterung für die Region hat mich regelrecht angesteckt und inspiriert. Die Gegend rund um Carnac und Trinité sur Mer in der Region Morbihan hat ihr mit am besten gefallen und in ihrem Artikel: Menhire, Salz, Sonne und Meer = Carnac beschreibt sie wunderbar, wie diese herrliche Landschaft dort auf einen wirken kann.


17 Gedanken zu “Salut 2020! Eine Reise in die Bretagne.

  1. Was für ein schöner Reisebericht!
    Fast hatte ich das Gefühl, einen Roman zu lesen. Und irgendwie ist es auch einer, eure ganz persönliche Geschichte.
    Ich war im Frühsommer in Frankreich und fand auch die leeren Strände, die Sehnsüchte wecken und Inneres sichtbar werden lassen.
    Euer Bobby ist ein guter Reisebegleiter, der nichts sagt, aber eure Emotionen erfasst, genau wie ihr die seinen.
    Danke für dieses Leseerlebnis und die wunderschönen Bilder!
    Jutta

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  2. So schöne Bilder, auch von Bobby 🙂 . Und es freut mich, das er so entspannt geworden ist. Ich finde „entspannt sein“ in den jetzigen Zeiten auch oft schwierig. Zu vieles läuft falsch und ich werde immer bewusster. Nicht ganz einfach. Umso schöner finde ich Deinen 2020 Vorsatz und ja, da mache ich mit 😉 Herzliche Grüße von der Nordsee Ulrike

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  3. Liebe Andrea,
    wie immer lieferst du deinen Lesern tolle Fotos und viel Interessantes zur Bretagne, aber auch mir gefällt die persönliche Note deines Reiseberichts mit am besten. Denn wie oft überfrachten wir nicht nur den Alltag und uns selbst, sondern auch noch die Erwartungen, die wir an unsere Freizeit/Urlaube/Reisen haben! Manchmal haut dann leider der Körper die Bremse rein und sagt: „Halt! Ruhe! Pause!“ (und manchmal übernimmt auch der Hund diese Rolle).
    Das kommt immer ungelegen, führt aber gelegentlich zu Rumliegen (allein oder im Rudel), und das wiederum führt dann und wann eben auch zu Ankommen, Loslassen, Freiwerden und einfach mal Sein-Können, wo man grad ist – und wie man eben grad ist.
    Mein Foto-Favorit ist diesmal zwar wieder ein Bild vom Großen Braunen (so fotogen ich beide auch finde und so sehr ich mich immer über die grüne Jacke freue), aber eindeutig keines der großen Naturfotos, sondern das Portrait von Bobby auf der Couch. Ganz in sein Schicksal ergeben, ganz mit Genesung beschäftigt, ganz im Moment atmend – das können sie, unsere Tiere, und davon können wir täglich lernen.
    Liebe Grüße aus der 9. Scheinschwangerschaftsphase hier in München!
    Natascha

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    1. Liebe Natascha, du sagst es! Einfach nur „rumliegen“ (ohne schlechtem Gewissen!!) – das nehme sofort noch in meine Vorsätze für das neue Jahr mit auf! Unsere Hunde machen es uns ja wunderbar vor, wie es geht. Vielen Dank für deine tollen Worte, und hach, dass du nicht nur Bobby fotogen findest 😉 Liebe Grüße ganz besonders an die scheinschwangere Pippa. Hoffentlich hat sie es nach der 9. Phase geschafft. Habt einen schönen Abend und bis bald! Andrea

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  4. Was soll ich dazu sagen? Ich bin ja selbst restlos begeistert und total verliebt in diese Gegend. Obwohl wir 2020 eigentlich hier in Deutschland bleiben wollen, kann es durchaus sein, dass es mich packt und wir noch mal nach Carnac fahren, wo wir uns „sauwohl“ gefühlt haben. Danke für die Erwähnung meines Beitrags! Inzwischen followe ich auf Instagram auch etlichen bretonischen Profilen und schmelze jedes Mal dahin, wenn schöne Fotos vom Meer und dieser einmaligen Gegend gepostet werden! LG, Sigrid

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    1. Liebe Sigrid, ich muss mich echt noch mal bedanken bei dir. Wenn du in deinen Beiträgen und auch in den Kommentaren auf meinem Blog zu unseren ersten Überlegungen, eventuell in die Bretagne zu fahren, nicht so geschwärmt hättest, wären wir vielleicht nie dorthin gefahren. Was wäre uns entgangen! Und nun bin ich gespannt, ob es euch 2020 nicht doch noch packen wird… Herzliche Grüße! Andrea

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      1. Das freut mich sehr. Andererseits bin ich wirklich froh, dass die Bretagne nicht so überlaufen ist und wenn Touristen, dann meistens Franzosen. Obwohl wir in Trinite sur Mer (sorry für fehlende Accents) auch sehr viele Briten getroffen haben. In Carnac selbst trafen wir nur Franzosen auf dem Campingplatz und 2 deutsche Paare auf der Durchreise. Ich finde das eigentlich sehr schön. Als ich vor weit über 30 Jahren mehrmals in der Nähe von Sizun war mit Freunden, waren wir die einzigsten Deutschen und damals wurden wir auch teilweise noch gar nicht gerne gesehen. Mit einer Kollegin war ich in Dinard bei St. Malo Ende der70er Jahre und wenn wir in kleineren Orten mit unserem deutschen Kennzeichen auftauchten, wurden wir sogar hasserfüllt angeschaut und eine Frau schlug die Fensterläden zu als wir was fragen wollten. Ja, ist noch gar nicht so lange her, aber ich verstehe die Reaktionen schon damals und heutzutage wäre es kein Wunder, wenn wir wieder mit Ressentiments rechnen müssten bei dem, was hier in Deutschland los ist, aber Frankreich selbst hat ja auch mit Front National und Marine Le Pen ähnliche politische Bewegungen. LEIDER! Liebe Grüße und wir fahren ganz sicher wieder in die Bretagne….

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        1. Ja, leider scheint die Zeit der Zurückhaltung, was nationalistische Äußerungen angehen, in Deutschland vorbei zu sein. In Frankreich wird man ja auf erschütternde Art und Weise immer wieder an die dunkle Vergangenheit der Deutschen und die schlimmen Kriege erinnert, wie z.B. an den Landungsstränden in der Normandie oder in Verdun, das wir diesmal auf der Rückreise besucht haben. Umso schöner ist es aber, wie herzlich und freundlich auch wir überall empfangen und begrüßt wurden. Die Ressentiments gegenüber uns Deutschen scheinen nicht mehr vorhanden zu sein. Hoffentlich machen wir uns diese tolle Entwicklung in Zukunft nicht wieder kaputt! Liebe Grüße von Andrea

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  5. Liebe Andrea, das ist ja nun gleich auf zwei Ebenen ein toller Beitrag. Dass die Bretagne mi bestimmt auch irre gut gefallen würde, weiß ich ja schon seit Deinen Sommer-Artikeln. Und nun wieder so wundervolle Fotos – was für ein schönes Winterziel!
    Ich habe auch Schwierigkeiten mit so manchen Entwicklungen in Deutschland und der Welt. Manchmal deprimiert mich meine Machtlosigkeit. Und ich komme nicht dahinter, was mit denen los ist, die nur, nur und nur an sich denken. Mein Vorsatz lautet dieses Jahr daher: ich mach da aber nicht mit. Das ist unterm Strich wohl das Gleiche wie Deine kleinen Schritte. Sind wir schon 2. (Bzw – und jetzt kommt mein Hoffnungsschimmer – eigentlich sind wir ja ganz Viele. Die, die sich global um die Welt bemühen, sind viel mehr als es je Nationalisten geben könnte. Weil die ja untereinander gar nicht solidarisch sein können. Die gönnen einander ja nichts.)
    Jedenfalls: toller Artikel.
    Schönen Sonntag, stefanie

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    1. Liebe Stefanie, vielen Dank für deinen Kommentar. Es tut gut zu hören, dass es anderen ähnlich geht. Die „ich will das jetzt auch endlich mal sagen dürfen“- Stimmen sind oft so laut und gleichzeitig unerträglich angesichts der echten Probleme dieser Welt. Aber man darf nicht resignieren und du hast völlig recht: Die Menschen, die weltweit jeden Tag in ihrem kleinen Bereich auf bewundernswerte Weise „Gutes“ tun und verantwortungsvoll an das Wohl anderer denken und sich dabei selbst zurücknehmen, sind mehr als die egoistischen und nationalistischen Schreihälse. Ich wünsche dir auch einen schönen Sonntag und grüße herzlich nach Hamburg, Andrea

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  6. Dein schöner Bericht weckt Erinnerungen. Ich stimme Dir zu, dass die Vorbehalte der Franzosen gegen uns Deutsche offenbar verschwunden sind. Darüber können wir uns freuen und ja, ich hoffe auch, dass es erhalten bleibt. Reisen trägt zur Verständigung in Europa bei. Es ist wichtig sich zu kennen. Du machst das gut mit Deinen Reisen.

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    1. Danke, liebe Karu, für deinen Kommentar! Ja, Reisen kann den Blick erweitern, insbesondere was das eigene Selbstverständnis betrifft, was sehr bereichernd ist und bestimmt zur Verständigung beiträgt. Manchmal reicht es aber auch schon, im ganz Kleinen seine gewohnten Pfade zu verlassen … Liebe Grüße von Andrea

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